U-190 Typ IX C/40 (Revell 1:144)



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Eukaryot98
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Es wird Mal wieder Zeit für ein Schiffchen und eigentlich wollte ich die U-190 auch schon längst beginnen. Aber egal, jetzt wäre es soweit. :D
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Viel sage ich zum Bausatz nicht, Wilfried hat uns dazu hier im Forum schon umfangreich berichtet. Guckst du hier. Dazu gibt es den PE-Satz und 3D-Teile von RC-Sub. Interessant dabei ist, dass die Anleitung selbst einige Teile sogar weg lässt, unter anderem die Decksteile. Das ist meiner Meinung nach auch ausreichend, weil die Oberflächen aus dem Modell schon überzeugen können.
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u190-web.jpg (397.75 KiB) 723 mal betrachtet
Die U 190, einem Langstrecken-U-Boot des Typs IX C/40, ist vor allem durch ihr ungewöhnliches „zweites Leben“ nach dem Zweiten Weltkrieg bemerkenswert.
Indienstgestellt im September 1942, absolvierte das Boot unter der Kriegsmarine insgesamt sechs Feindfahrten, die es hauptsächlich in den Nordatlantik und vor die nordamerikanische Küste führten. Während der Großteil seiner Einsatzzeit ohne nennenswerte Versenkungen verlief, erlangte U 190 in den letzten Kriegstagen, am 16. April 1945 versenkte es vor Halifax den kanadischen Minensucher HMCS Esquimalt, was den letzten Verlust eines kanadischen Kriegsschiffs durch ein deutsches U-Boot markierte.
Nach der Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 ergab sich die Besatzung auf hoher See den kanadischen Streitkräften. Anstatt verschrottet zu werden, wurde das Boot von der Royal Canadian Navy übernommen und als HMCS U-190 offiziell wieder in Dienst gestellt. Die Kanadier nutzten das Schiff fast zwei Jahre lang für Ausbildungszwecke und Tests, um die deutsche Technologie zu untersuchen. Ihr Ende fand die U 190 schließlich am 21. Oktober 1947 in einer symbolträchtigen Operation: Sie wurde exakt an der Stelle, an der sie die Esquimalt versenkt hatte, als Zielschiff durch Luftangriffe und Artilleriefeuer versenkt.
Zwar wollte man 2008 das Wrack suchen, doch bis heute ist dieses nicht gefunden wurden.
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mit freundlichen Grüßen Andy

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KaleuNW
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Ahoi Andy
Gratulation zur Kiellegung :D :D :D
Bei dir ist man einigermassen sicher, dass auch eine Indienststellung stattfinden wird :thumbup:
Ich freue mich auf deinen Baubericht.

Dein Link ehrt mich, danke 8-)
Wilfred

Hinweis: Der KaleuNW heisst Wilfred
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Michel de Montaigne (1533 - 1592)

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Eukaryot98
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Verzeihung Wilfred, früher habe ich dich immer mit dem guten Diwo gewechselt und jetzt das. Irgendwie bekomme ich das mit deinem Namen nie hin :lol:

Da wären wir schon bei einer Frage, ich bin mir unschlüssig was ich tun soll, bezüglich der Öffnungen im Rumpf und Deck. Was würdest du tun? Würdest du diese PE-Teile verwenden? Ich hab halt Angst beim Auffräsen und dem anschließenden anbringen der PE-Teile am Rumpf, diesen zu zerstören, ohne dass in mein Augen die Pe-Teile wesentlich besser sind., außer dass die Loscher durchbrochen währen? Ähnlich beim Deck, hier halte ich die PE-Variante auch nicht für wesentlich besser, als beim orginal Bauteil?

Ansonsten würde ich die PE-Teile dann nur für die ganzen Details verwenden. Aber mich würde da deine Meinung interessieren?
mit freundlichen Grüßen Andy

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Eukaryot98
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So die ersten Bauschritte sind vollzogen. Die Torpedorohre sind verbaut und die Deckel dank dem PE-Set auch schön detailliert. Ich werde eine Seite geöffnet die andere geschlossen darstellen.
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Ich werde den Rumpf jetzt nicht öffnen, ich sehe hier einfach keinen Mehrwert und das Risiko den Rumpf zu zerstören. Desweiteren müsste ich die Flutschlitze von innen wieder abkleben, da ansonsten Licht in den Rumpf scheinen würde.
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Die Bucht für den Schnorchel habe ich auch schon vorbereitet, hier wurden die Rippen entfernt und später durch PE-Teile ersetzt
mit freundlichen Grüßen Andy

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Weiter geht's im Text: ich habe zunächst Mal die Plastikrippen entfernt und durch PE-Teile ersetzt.
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Das selbe passierte auf der anderen Seite. Da ich das PE-Teil für das Deck nicht verwenden werde, weil es kein wesentlich Mehrwert hat,habe ich es auf den normalen Bausatzdeck angebracht.
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Danach sind die Spannenden eingebaut wurden.
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Jetzt konnte der Rumpf verklebt werden. Hier habe ich Sicherheitshalber ein paar Klemmen verwendet.
.
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Nochmal im Detail an den Torpedorohreb und am Heck
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Ein bisschen werde ich versäubern müssen, aber insgesamt sieht das alles mehr als in Ordnung aus.

Der schwerste Teil kommt jetzt. Ich habe den Trum zerstört.
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Dieser sei angeblich falsch dargestellt und passe nicht zur U-190. Revell hat sich das Vorbild hier an der U-505 genommen.

Vorsicht habe ich Schicht für Schicht abgeschabt, die hinteren Teile an den neuen Turm anzupassen
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Auch auf der anderen Seite. Damit das am Ende gerade wird und nicht in irgendeine Richtung neigt, war es notwendig die Seitenteile zunächst hinten zu verkleben und vorne anzupassen.
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Natürlich muss auch hier verspachtelt werden, aber soweit ich sehe alles im Rahmen
mit freundlichen Grüßen Andy

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KaleuNW
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Ahoi Andy

Sorry, dass meine Antwort etwas auf sich warten lässt.
Da die U-Bootgefahr bei mir aktuell eher gering ist, musste ich das Corpus delicti zuerst aus den Tiefen meines Arsenals heraussuchen. Hier nun eine Beurteilung aus meiner Sicht:

Der sorgfältig und präzise gestaltete Ätzteilesatz mit den gedruckten Ergänzungen von RCSUBS bieten zweifelsohne willkommene Verfeinerungen und Verbesserungen des U-Boot Bausatzes an.
Beim Vergleichen der Plastikteile mit der Ätzteilplatine von RCSUBS, zeigt sich aber auch einmal mehr, dass nicht alle Messingteile das Modell unbedingt besser machen. Deine Frage, ob man beispielsweise die Decksteile verwenden soll, ist durchaus berechtigt. Ich würde sie wahrscheinlich nicht verwenden, da dadurch kaum ein Mehrwert entsteht.

Letztlich muss jeder für sich selbst beantworten, was er vom Angebot verwenden will. Dazu soll der nachfolgend illustrierte Vergleich mit den Plastikformen dienen.


01 U-Boot IXC Kopie.jpg


02 U-Boot IXC Kopie.jpg


03 U-Boot IXC Kopie.jpg


04 U-Boot IXC Kopie.jpg


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06 U-Boot IXC Kopie.jpg (458.74 KiB) 297 mal betrachtet


Was die Decks anbelangt, kann man also ohne weiteres auf deren Verwendung verzichten. Anders ist es bei den Plattformen des Wintergartens. Die Rasten für die Relingsstützen fallen um einiges feiner aus.

Was die Flutschlitze anbelangt kann ich deine Bedenken gut verstehen. Ich habe die von RCSUBS vorgeschlagene Verwendungstechnik (siehe Video unter https://www.youtube.com/watch?v=o-q6vy5Rqos)
selbst noch nicht angewandt. Scheint mir aber plausibel und machbar. Ich würde diese Technik vorgängig an einem Werkstück üben, um beurteilen zu können, ob sich der Aufwand lohnt, da er mit beachtlicher Mehrarbeit (ausbohren bzw. dremeln, mit Wärme einpassen, verspachtel, verschleifen) verbunden ist. Letztlich wird der Unterschied zu mit einem schwarzen Fineliner ausgemalten „Öffnungen“ nicht wesentlich sein, ausser dort, wo der Hohlraum durchscheint, beim Videobeispiel am Bug.

Bezüglich offener Flutschlitze der andern Art hat mir ein Modellbaukollege anlässlich des letzten Treffens der Waterliner in Laupheim erklärt, dass er am Typ IX/C Boot alle Öffnungen einzeln aufgebohrt, und Loch für Loch mit zwei Stegen versehen habe. Eine riesige Fleissarbeit, die leider wohl nur wenige genügend anerkennen werden. Ist also nur für diejenigen relevant, die all ihr Können über eine lange Bauzeit hinweg ausleben möchten.

07 U-Boot IXC Kopie.jpg

Bilder eines gebauten Bootes im Wasser kann man vom erwähnten Kollegen unter anderem hier http://www.modellmarine.de/index.php/fo ... eim-teil-2 finden.

Aus dem U-Bootsbunker
Wilfred
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Vielen Dank für die ausführliche Antwort, das deckt sich in etwa mit dem, was meine Meinung Wiederspiegelt. Wie du schon sagst, ist das Deck oder die Flutschlitze mit erheblichen Aufwand verbunden, macht aber wenig mehr her. Wo ich dir zustimme ist auf alle Fälle das Deck auf den Wintergärten, hier gibt es Verbesserungen. Ich sag Mal so, was ich persönlich auf alle Fälle als Knackpunkte sehe, und der Hauptgrund für das PE-Set war, war die Darstellung des FuMo 30 und die Reelings. Ferner auch die Flaks die halt feiner werden.
mit freundlichen Grüßen Andy

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