Bericht Kompressor - Gaahleri Serenair GTS-06
Verfasst: Sa 28. Feb 2026, 23:40
Guten Abend zusammen,
ich hatte versprochen zum o.g. Mini-Kompressor mal einen Bericht zu machen. Den Tag heute habe ich unteranderem dazu genutzt mal ein bisschen mit dem Mini-Kompressor zu arbeiten.
Hier erst mal ein paar Daten zu dem Kompressor:
Druckbereich: 15 - 27 psi (ca. 1 - 1,8 bar)
Volumenstrom: 15 L/Min.
Lautstärke: 35 dB
Betriebsspannung: 12V (Netzteil liegt bei)
Preis: 80-90 Euro (Stand: Feb2026)
Vorweg genommen möchte ich schon mal anmerken, dass ich mir diesen Kompressor nicht als Hauptkompressor zugelegt habe, sondern als zweiten mobilen Kompressor. Ich würde ihn nach den ersten Versuchen auch nicht gegen meinen Großen eintauschen wollen. Aber brauchbar ist der Mini schon.
Auspacken
Im Lieferumfang enthalten:
- Mini-Kompressor
- Gaahleri Airbrush
- Druckluftschlauch
- Netzteil
- Bedienungsanleitung
- Zwei Halter für Airbrush
Bei der Airbrush handelt sich um das Modell CS36 mit einer 0.38mm Düse. Die Airbrush ist eine Double-Action Pistole mit einem 7ml Farbbecher zum Schrauben. Die Pistole ist nichts besonders, aber sicherlich für Einsteiger gemacht. Ich gehe weiter unten noch mal genauer auf die Pistole ein.
Der Kompressor ist handlich und mit einem Gewicht von 730g gut zu händeln.
Die Maße betragen 180x110x67 mm.
An der vorderen Kante lassen sich zwei kleine Trichter als Airbrush-Halter einstecken, was aus meiner Sicht recht gut funktioniert, wenn man nur eine Airbrush stecken möchte. Bei zwei Airbrush wird das ganze etwas zu eng.
Eine Besonderheit die der Kompressor hat ist, dass er zwei Anschlüsse für Druckschläuche hat. Ob man's braucht?
Hier mal ein Größenvergleich zwischen meinem Hauptkompressor und dem Mini-Kompressor.
Jetzt stellt sich die Frage, was bringt der Kleine den so?
Da ich noch ein Manometer rumliegen hatte, habe ich dies genutzt, um mal den Ausgabe Druck des Mini-Kompressors zu testen. Die Range, die der Hersteller angibt sind 15 bis 27 psi, was ungefähr einem Druck von 1 bis 1,8 bar entsprecht.
Wenn ich den Kompressor auf Maximum stelle, dann erreicht er sehr schnell die 1,8 bar.
Auch die untere Grenze von 1,0 bar ist sehr stabil.
Der Kompressor hat natürlich eine Auto-Stop-Funktion, so dass er bei erreichen des Druckwertes abschaltet, solange die Airbrush nicht betätigt wird.
Ich habe ich mit meinem Handy mal die Lautstärke bei min und max Druck gemessen. Das ist sicherlich keine qualitative Messung, aber sollte als Indikator ausreichen.
Bei maximalen Druck ist die Lautstärke in ungefähr 30 cm Entfernung zum Kompressor mit 62.8 dB eigentlich sehr angenehm.
Bei minimalen Druck liegt die Lautstärker bei gleicher Entfernung bei 61.8 db. Macht also keinen großen Unterschied.
Im Vergleich dazu habe ich mal meinen Hauptkompressor gemessen (ebenfalls bei 30cm Abstand) und da lag der Wert bei 62.2 dB.
Wie gesagt, dass sind nur Richtwerte, aber quantitativ zeigt uns das schon, dass er nicht übermäßig laut ist.
Ich habe mir heute ein Modell geschnappt und habe ausschließlich mit den Mini-Kompressor in Verbindung der beigelegten Airbrush gearbeitet.
Der auf dem Bild in gelb gesprühte Bereich hatte vorher die rotbraune Farbe des unteren Bereichs. Ich habe also mit weiß etwas aufgehellt. Dazu habe ich die Airbrushfarben von Vallejo genommen.
Mit der Gaahleri-Airbrush hat das eigentlich ganz gut funktioniert, aber der Arbeitspunkt des Triggers ist etwas gewöhnungsbedürftig für mich.
Der Farbauftrag ist aber sehr gleichmäßig und ich habe keine Druckschwankungen seitens des Mini-Kompressors wahrgenommen. Ein stabiles Arbeiten war die ganze Zeit über möglich.
Der Kompressor lief insgesamt ca. 15 Minuten für den ersten Durchlauf inkl. schnelle Reinigung.
Dann kam die gelbe Farbe und da habe ich auch noch mal mit intensiver Reinigung 15 Min. gearbeitet.
Dem Kompressor war keine Anstrengung in Form von übermäßiger Wärmeentwicklung anzumerken.
Ich habe dann noch mal, nach dem Trocknen der ersten Schicht , eine zweite gelbe Farbschicht aufgebracht. Diesmal habe ich aber nicht die Gaahleri Airbrush verwendet, sondern meine H&S Ultra mit einer 0.4mm Düse.
Auch diese Airbrush hat sehr gut funktioniert. Wenn ich die Ultra vollständig aufgezogen habe, dann fing sie an leicht zu "spucken", was sie sonst am großen Kompressor nicht tut.
Hier wird dann wohl der Mini-Kompressor nicht mehr den nötigen stabilen Druck liefern können.
Noch ein Wort zu der Airbrush CS36 von Gaahleri:
Die Airbrush ist auf jeden Fall ein Einsteiger-Modell und vergleichbar mit anderen 20 Euro Airbrushs.
Positiv überrascht hat mich, dass die Airbrush eine Steckdüse hat. Ich kenne nur die Schraubdüsen bei den billig Guns, die so ein kleines Gewinde haben, dass man immer sorge hat es abzureißen.
Die CS36 wird mit einer 0.38mm Düse geliefert und man kann damit durchaus auch feine Arbeiten ausführen.
Die Reinigung ist nicht komplizierter als bei meiner H&S Ultra.
Trotzdem würde ich die Ultra (oder auch meine Evolution) immer bevorzugen, da sie für mich besser in der Hand liegt.
Der Trigger der CS36 ist für meine Begriffe etwas zu unsensibel.
Fazit
Der Kompressor hat durchaus seine Berechtigung am Markt und ist für Einsteiger oder Gelegenheits-Brusher auf jeden Fall geeignet. War aber viel große Flächen sprühen möchte, wird wahrscheinlich schnell an seine Grenzen stoßen.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass zum Brushen von Bildern oder Miniaturen diese Kombination aus Kompressor und Airbrush gar nicht schlecht ist.
ich hatte versprochen zum o.g. Mini-Kompressor mal einen Bericht zu machen. Den Tag heute habe ich unteranderem dazu genutzt mal ein bisschen mit dem Mini-Kompressor zu arbeiten.
Hier erst mal ein paar Daten zu dem Kompressor:
Druckbereich: 15 - 27 psi (ca. 1 - 1,8 bar)
Volumenstrom: 15 L/Min.
Lautstärke: 35 dB
Betriebsspannung: 12V (Netzteil liegt bei)
Preis: 80-90 Euro (Stand: Feb2026)
Vorweg genommen möchte ich schon mal anmerken, dass ich mir diesen Kompressor nicht als Hauptkompressor zugelegt habe, sondern als zweiten mobilen Kompressor. Ich würde ihn nach den ersten Versuchen auch nicht gegen meinen Großen eintauschen wollen. Aber brauchbar ist der Mini schon.
Auspacken
Im Lieferumfang enthalten:
- Mini-Kompressor
- Gaahleri Airbrush
- Druckluftschlauch
- Netzteil
- Bedienungsanleitung
- Zwei Halter für Airbrush
Bei der Airbrush handelt sich um das Modell CS36 mit einer 0.38mm Düse. Die Airbrush ist eine Double-Action Pistole mit einem 7ml Farbbecher zum Schrauben. Die Pistole ist nichts besonders, aber sicherlich für Einsteiger gemacht. Ich gehe weiter unten noch mal genauer auf die Pistole ein.
Der Kompressor ist handlich und mit einem Gewicht von 730g gut zu händeln.
Die Maße betragen 180x110x67 mm.
An der vorderen Kante lassen sich zwei kleine Trichter als Airbrush-Halter einstecken, was aus meiner Sicht recht gut funktioniert, wenn man nur eine Airbrush stecken möchte. Bei zwei Airbrush wird das ganze etwas zu eng.
Eine Besonderheit die der Kompressor hat ist, dass er zwei Anschlüsse für Druckschläuche hat. Ob man's braucht?
Hier mal ein Größenvergleich zwischen meinem Hauptkompressor und dem Mini-Kompressor.
Jetzt stellt sich die Frage, was bringt der Kleine den so?
Da ich noch ein Manometer rumliegen hatte, habe ich dies genutzt, um mal den Ausgabe Druck des Mini-Kompressors zu testen. Die Range, die der Hersteller angibt sind 15 bis 27 psi, was ungefähr einem Druck von 1 bis 1,8 bar entsprecht.
Wenn ich den Kompressor auf Maximum stelle, dann erreicht er sehr schnell die 1,8 bar.
Auch die untere Grenze von 1,0 bar ist sehr stabil.
Der Kompressor hat natürlich eine Auto-Stop-Funktion, so dass er bei erreichen des Druckwertes abschaltet, solange die Airbrush nicht betätigt wird.
Ich habe ich mit meinem Handy mal die Lautstärke bei min und max Druck gemessen. Das ist sicherlich keine qualitative Messung, aber sollte als Indikator ausreichen.
Bei maximalen Druck ist die Lautstärke in ungefähr 30 cm Entfernung zum Kompressor mit 62.8 dB eigentlich sehr angenehm.
Bei minimalen Druck liegt die Lautstärker bei gleicher Entfernung bei 61.8 db. Macht also keinen großen Unterschied.
Im Vergleich dazu habe ich mal meinen Hauptkompressor gemessen (ebenfalls bei 30cm Abstand) und da lag der Wert bei 62.2 dB.
Wie gesagt, dass sind nur Richtwerte, aber quantitativ zeigt uns das schon, dass er nicht übermäßig laut ist.
Ich habe mir heute ein Modell geschnappt und habe ausschließlich mit den Mini-Kompressor in Verbindung der beigelegten Airbrush gearbeitet.
Der auf dem Bild in gelb gesprühte Bereich hatte vorher die rotbraune Farbe des unteren Bereichs. Ich habe also mit weiß etwas aufgehellt. Dazu habe ich die Airbrushfarben von Vallejo genommen.
Mit der Gaahleri-Airbrush hat das eigentlich ganz gut funktioniert, aber der Arbeitspunkt des Triggers ist etwas gewöhnungsbedürftig für mich.
Der Farbauftrag ist aber sehr gleichmäßig und ich habe keine Druckschwankungen seitens des Mini-Kompressors wahrgenommen. Ein stabiles Arbeiten war die ganze Zeit über möglich.
Der Kompressor lief insgesamt ca. 15 Minuten für den ersten Durchlauf inkl. schnelle Reinigung.
Dann kam die gelbe Farbe und da habe ich auch noch mal mit intensiver Reinigung 15 Min. gearbeitet.
Dem Kompressor war keine Anstrengung in Form von übermäßiger Wärmeentwicklung anzumerken.
Ich habe dann noch mal, nach dem Trocknen der ersten Schicht , eine zweite gelbe Farbschicht aufgebracht. Diesmal habe ich aber nicht die Gaahleri Airbrush verwendet, sondern meine H&S Ultra mit einer 0.4mm Düse.
Auch diese Airbrush hat sehr gut funktioniert. Wenn ich die Ultra vollständig aufgezogen habe, dann fing sie an leicht zu "spucken", was sie sonst am großen Kompressor nicht tut.
Hier wird dann wohl der Mini-Kompressor nicht mehr den nötigen stabilen Druck liefern können.
Noch ein Wort zu der Airbrush CS36 von Gaahleri:
Die Airbrush ist auf jeden Fall ein Einsteiger-Modell und vergleichbar mit anderen 20 Euro Airbrushs.
Positiv überrascht hat mich, dass die Airbrush eine Steckdüse hat. Ich kenne nur die Schraubdüsen bei den billig Guns, die so ein kleines Gewinde haben, dass man immer sorge hat es abzureißen.
Die CS36 wird mit einer 0.38mm Düse geliefert und man kann damit durchaus auch feine Arbeiten ausführen.
Die Reinigung ist nicht komplizierter als bei meiner H&S Ultra.
Trotzdem würde ich die Ultra (oder auch meine Evolution) immer bevorzugen, da sie für mich besser in der Hand liegt.
Der Trigger der CS36 ist für meine Begriffe etwas zu unsensibel.
Fazit
Der Kompressor hat durchaus seine Berechtigung am Markt und ist für Einsteiger oder Gelegenheits-Brusher auf jeden Fall geeignet. War aber viel große Flächen sprühen möchte, wird wahrscheinlich schnell an seine Grenzen stoßen.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass zum Brushen von Bildern oder Miniaturen diese Kombination aus Kompressor und Airbrush gar nicht schlecht ist.